Payerbach

Die Schatzkiste an der Semmeringbahn!

Der Ort Payerbach

Payerbach

Erleben und genießen – Gast bei Freunden!

Wenn es Herbst ist in der Stadt und der Nebel kriecht durch die Straßen, dann ist es wieder einmal Zeit ins Raxgebiet zu kommen – zur Sonne, die knapp vor Payerbach die Nebel durchbricht und die Sicht auf die strahlenden Berge der Wiener Alpen freigibt:

Auf den Kreuzberg auf der einen und die Vorberge des Schneeberges auf der anderen Seite des Tales, an dessen Hängen die Semmeringbahn mühsam empor klettert, um Höhe zu gewinnen. Die Bahn, die vor mehr als 150 Jahren die Welt veränderte und heute UNESCO-Weltkulturerbe ist. Im Hintergrund thront – als mächtiger Talschluss – die Raxalpe, der Berg der Dichter und Denker  wie Arthur Schnitzler, Sigmund Freud oder Viktor Frankl, der uns den Sinn des Lebens eröffnet hatte.

Mit dem Bau der Semmeringbahn  war es plötzlich möglich geworden, die Berge nahe der Großstadt mit ihrer reizvollen Landschaft und dem gesunden Klima  einfach und schnell zu erreichen. Diesen Umstand nutzte nicht nur die Kaiserfamilie, die sich mit Schloss Wartholz einen Sommersitz baute, sondern in ihrem Fahrwasser Künstler, Adelige und viele andere mehr, die Urlaub am Land machen wollten. Die ‚Sommerfrische‚  war geboren und auch ein gewisser Adolf Loos wurde eingeladen, in Payerbach ein Landhaus für die Familie Khuner zu bauen. Heute als Looshaus am Kreuzberg  in aller Munde, ist es der kulturelle und kulinarische Geheimtipp  in unserer Gegend.

Payerbach-Reichenau, so heißt nicht nur der so genannte „Prominentenbahnhof aus den Zeiten der Monarchie und Ausgangspunkt vieler Wanderungen und Ausflüge in die Erlebniswelt von Semmering, Rax und Schneeberg  – Payerbach hat auch selbst  eine Menge Spannendes und Sehenswertes aus seiner wohl einmaligen Geschichte anzubieten:

show

Das Vinodukt zum Beispiel, wo Sie – mit einem Glas Wein in der Hand – eine multivisionelle Show über den Bau der Semmeringbahn genießen können oder das Schaubergwerk am Grillenberg, in dem schon im 10. Jhdt. nachweislich Spateisenstein abgebaut wurde und die alte Wehrkirchedie  „von oben herab“ auf das Dorf schaut. Oder das historische Postamt in Küb, von dem aus Sie auch heute noch – nach mehr als 100 Jahren – eine Ansichtskarte zu den Daheimgebliebenen schicken können.  Sport- und Freizeitmöglichkeiten, wie ein Freibad, Tennisplätze oder eine schöne Minigolfanlage sorgen für Entspannung und „Entschleunigung“  vom Alltag, den man  (hoffentlich) zurückgelassen hat.

Für Gäste, die von weiter her kommen ist Payerbach – von seiner Verkehrslage aus – auch idealer Standort für Ausflüge in nahe Erlebnisräume wie Wien, Graz oder den Neusiedlersee.

Nachdem die Liebe durch den Magen geht, wünschen Ihnen auch die Payerbacher Wirtshäuser einen schönen Aufenthalt und Guten Appetit auf Payerbach und seine umgebende Landschaft! 

 

Wir freuen uns auf Sie!

 

Kontakt:
www.tourismus-payerbach.atinfo@tourismus-payerbach.at – 0043/660/2516160

Anreise und Verkehr

Payerbach ist verkehrsmäßig sehr gut erschlossen. Der Ort liegt an der Südbahn und ist auch über die Autobahnverbindung (Süd-Autobahn (A2) und Semmering-Schnellstraße (S6) schnell und gut erreichbar.

Karte

Bahnverbindungen

Regelmäßige Verbindungen von Wien – Payerbach mit Personenzügen (Stundentakt). Bei schnellen Verbindungen (EuroCity, Railjet) muß in Wiener Neustadt umgestiegen werden. Dasselbe gilt für die Verbindung von Graz – Payerbach. Umsteigebahnhöfe  auf den Personenzug sind hier Bruck/Mur, Mürzzuschlag oder Semmering.

Von Salzburg  oder Linz kann man nur die Westbahn über Wien empfehlen. Nach Fertigstellung des „Hauptbahnhofes“ sollte Salzburg- oder Linz-Payerbach nur mit einem Zugwechsel am Hauptbahnhof in Wien, möglich sein.

  • Tipp für die Zukunft: Wenn wir noch 12 Jahre Geduld haben, kann man 2024 mit 200 kmh durch den Semmering-Basistunnel brausen und die Fahrzeit von Wien nach Graz wird dann 1 Stunde und 50 Minuten betragen (Fahrzeit heute: 2 Stunden 30 Minuten)!           

Autobahnverbindungen:

Von Wien:  Südautobahn (A2) und die Semmering-Schnellstraße (S6) bis Gloggnitz und danach Höllental-Bundesstraße (B27)  bis Payerbach (ca. 7km)

Von Graz:  Pyhrnautobahn (A9) bis Peggau/Deutsch Feistritz  –  Brucker Schnellstraße (S35) bis Bruck/Mur  –  Semmering Schnellstraße (S6) bis Gloggnitz – Höllental Bundesstraße (B27) nach Payerbach (ca. 7km)

Von Linz und Salzburg:  Westautobahn (A1) bis  Ausfahrt St. Pölten  –  Traisen (Mariazellerstrasse B29) , danach über  Rainfeld und Kleinzell  zur B27 (Höllentalbundesstraße) und danach über Schwarzau/Gebirge bis Payerbach.

Alternativ kann man auch die Westautobahn weiterfahren und beim Knoten Steinäusl auf die A21 abbiegen um über Alland durch das Helenental nach Baden oder über Wien auf die Südautobahn und von dort wieder nach Payerbach zu kommen.

  • Tipp: Wie man fährt ist reine Geschmacksache: Entweder die durchgehende, längere Autobahnroute oder die landschaftlich schöneren Routen durch das Höllen- oder das Helenental.

Gute Fahrt und viel Vergnügen in Payerbach!


Für detallierte Auskünfte über die Fahrzeiten der ÖBB klicken Sie bitte auf http://www.oebb.at

Geschichte

Payerbach - das Dorf

Die „Baiern am Bach“

Diese Ortsbezeichnung, in einer Schenkungsurkunde anno 1094 erstmalig erwähnt, stand wahrscheinlich Pate für den  Ortsnamen der heutigen Marktgemeinde Payerbach. Benediktinische Mönche, vom bayrischen Vormbach her kommend, setzten die ersten Schritte auf Payerbacher Boden und waren gleichsam die Geburtshelfer für Glauben und Wirtschaft in dieser Region.

Die verkehrsmäßig günstig gelegene Lage an den wichtigen Übergängen über die Alpen nach dem Süden Europas  (Preiner  Gscheid und Semmering), bildete die Voraussetzung für die rasche Entwicklung dieses bis dahin beschaulichen Pfarrdorfes, die Ende des 19. Jahrhunderts ihrem ersten  Höhepunkt zustrebte.

1918 Kinder

Wer es sich leisten konnte, fuhr  auf „Sommerfrische“ in die nahen Berge  und es gehörte zum guten Ton in Payerbach, Reichenau oder am Semmering gewesen zu sein. Selbst das Kaiserhaus konnte sich diesem Trend nicht verschließen und baute sich mit der Villa Wartholz in Reichenau einen Sommersitz nahe der Haupt- und Residenzstadt Wien. Kaiser Karl I. und seine Gemahlin Zita von Bourbon-Parma waren ständiger Gast in dieser Villa und  der erst vor kurzem verstorbene Otto von Habsburg wurde ebenfalls hier geboren.

Payerbach war Garnisons – und Ausbildungsstandort des Gebirgsartillerieregimentes Nr. 2, welches vor allem durch den heldenhaften Einsatz in den Bergen Südtirols im Ersten Weltkrieg bekannt geworden war. Die vom Kaiserhaus für diesen Standort gestiftete „Barbara-Kapelle“ steht heute noch in Küb und erzählt von der Geschichte dieses Regimentes.

hofwartesaal

Die Bahnstation „Payerbach-Reichenau“ ist unseren Gästen als Ausgangspunkt vieler Ausflüge in die Berge und als Beginn der Bergstrecke der Semmeringbahn  ein Begriff und hat sein historisches Bahnflair wie kaum eine andere Station an dieser Bahn erhalten können. Hier machte der Zug mit dem in Sarajewo ermordeten Thronfolger Franz Ferdinand auf seiner Rückreise nach Wien seinen letzten Halt und der Hofwartesaal am Bahnhof war ständiger Gast- und Warteraum für die Fahrten Kaiser Karls I. und seiner Familie zu und von den Regierungsgeschäften in Wien.

Bei einem Spaziergang durch den Ort kann man Ghega und seine Semmeringbahn förmlich spüren und sich in die Zeiten von „Seinerzeit“ hinein versetzen lassen. Seinerzeit, als Payerbach der Mittelpunkt der damaligen Welt war: Mit den berühmten Test- und Probefahrten der vier Lokomotiven, die am steilsten Streckenabschnitt der Semmeringbahn um die Wette fuhren und Wilhellm Engerth die erste Gebirgslokomotive für die Semmeringbahn konstruierte.

Von Payerbach weg konnte man auch mit der „Lokalbahn“ zur Rax fahren, die 1926 mit der ersten Seilbahn Österreichs der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Jetzt wird diese Schmalspurbahn  als „Höllentalbahn“ von einem Häuflein Bahnenthusiasten betrieben, die ihre Gäste gerne an Wochenenden in historischen Uniformen durch das „Reichenauer Thal“  kutschieren.

Payerbachs Geschichte ist beeindruckend von allen Seiten: Für Bahnfahrer, Autofahrer oder Wanderer und Biker entlang der vielen Routen über die Berge der Wiener Alpen.

Und weil von der vielen Bewegung auch der Appetit kommt, freuen sich unsere Payerbacher Wirtshäuser, Sie mit ihrem kulinarischen Angebot verwöhnen zu dürfen.

 

Einen schönen Aufenthalt und Guten Appetit wünschen Ihnen  Tourismus-Payerbach  und Ihre Payerbacher Gaststätten!

 Fotos: Pfarramt Payerbach (Ölgemälde Josef Ginosvsky), Johann Waitzbauer (Hofwartesaal).