…und dem Semmering entgegen.

kalterinne

Das 1.805 Meter lange Streckenstück vom Spieß bis zum Heidensteiner wies mit der Überbrückung der wilden Krausel Klause, dem 341 Meter langen Polleros –Tunnel und dem großen Viadukt über die Kalte Rinne besondere Schwierigkeiten auf, die nur ein erfahrener Bahnbauer wie Ferdinando Tallachini meistern konnte.

Das Hauptobjekt dieses Bauabschnittes, die ‚Kalte Rinne’ ist mit einer Länge von 182m nach dem Viadukt über die Schwarza in Payerbach das zweitlängste, mit einer Bauhöhe von 46m aber das höchste Viadukt der Semmeringbahn.

Tallachini war sicher ein guter Bahnbauer, doch versuchte er manchmal seine Einkünfte auf nicht ganz legale Weise zu vermehren. In einem Bericht des Bezirkshauptmannes Dr. Harant vom August 1852 wurde der Generaldirektion der Staatsbahnen gemeldet, dass die Arbeiter auf dieser Baustelle unruhig wären, weil Tallachini verschiedenen Partieführern bis zu 1000 Gulden schuldig geblieben war, sodass diese den Arbeitern die Löhne nicht auszahlen konnten. Außerdem kam es dort zur verbotenen Ausgabe von Anweisungszetteln, mit welchen wegen des vorenthaltenen Lohnes von den Arbeitern in den Magazinen des Bauunternehmens Lebensmittel zu überhöhtem Preisen bezogen werden mussten. Anscheinend wurden aber diese Unregelmäßigkeiten durch die örtliche Bauleitung abgestellt, denn es waren keine weiteren Anzeigen auffindbar.

Die folgenden Bauabschnitte vom Heidensteiner bis zum Oberen Adlitzgraben und dann über den Wolfsberg bis zum Haupttunnel auf dem Semmering celebrex online, Zoloft reviews wurden im Januar bzw. Juni 1850 der Firma Gebrüder Fleischmann & Blühdorn übertragen.

 

Dieser Bauabschnitt ist sowohl technisch und auch architektonisch eine ungemein große  Herausforderung an Ghega gewesen, die er, wie man seit über 150 Jahren weiß, großartig gemeistert hat. Die ‚Kalte Rinne‘ war es auch der Münze Österreich wert, eine 20-Schilling Note (übrigens die vorletzte) zu drucken.

kontakt: info@tourismus-payerbach.at

 

Foto: Prof. Robert Pap – aus dem Buch „Weltkulturerbe Semmeringbahn“/Tourismusbüro Semmering